Es kommt mir hin und wieder so vor, als wäre ich von Dummköpfen umgeben. Von Leuten, die keine Ahnung haben, die denken mich zu kennen und mich dennoch immer wieder unterschätzen. Von Leuten, die mir wehtun mit dem, was sie sagen, weil sie glauben, genau zu wissen, was in mir vorgeht. Doch darüber zerbreche ich mir weniger meinen Kopf, schließlich ist es nicht mehr lange so.
Denn momentan sitze ich auf gepackten Koffern. Jedenfalls fühlt es sich so an. Mein Zimmer soll in 5 Wochen leer und weiß gestrichen sein, meine wenigen Möbel und ungepackten Kartons wollen umziehen und wissen noch nicht einmal, wohin die Reise geht. Nach Berlin, soviel steht fest. Alles andere steht in den Sternen. Seit Wochen verbringe ich meine Zeit mit Wohnungssuche und Überlegungen, wie alles am Besten zu bewerkstelligen ist. 150 Kilometer sind nicht viel und dennoch eine unendlich scheinende Entfernung, um eine geeignete Wohnung zu finden.
Zwischen noch nicht besorgten Umzugskartons und einem für meine Verhältnisse wirklich aufgeräumten Zimmer, das nicht so aussieht als würde ich es gerade verlassen wollen, stehe ich planlos da und weiß nicht, wo ich anfangen soll. Berlin ruft – und ich höre zu. Was um mich herum passiert scheint so weit weg zu sein, kommt mir so unwichtig vor. Dabei bin ich noch da.
Die letzten weniger erfolgreichen Tage in der Hauptstadt habe ich mich gefühlt, als würde ich schon dort wohnen. Auf der Rückfahrt nach Hause kam es mir vor, als würde ich nach einer Ewigkeit meine Familie und Freunde besuchen fahren. Nur ein kurzer Aufenthalt, bis es zurückgeht. Doch ich kam mit leeren Händen zurück, ohne Wohnung und ohne Plan, wie es weitergeht. Wieder im alten Leben, dass mich momentan zu langweilen beginnt.
Ich gebe nicht auf. Es ist nur so deprimierend, nicht wirklich vorwärts zu kommen. Doch ich bin mir sicher, dass ich diesen Sommer noch hier weg komme, Neues kennen lerne und Vieles herausfinde. Die Sonne nutze, um die schönsten Seiten von Berlin zu sehen.
Noch 5 Wochen höre ich Berlins Rufen zu. Dann kann ich mich zurücklehnen, weil der Umzugsstress ein Ende hat. Bis dahin werde ich mir Umzugskartons besorgen, meine Sachen einpacken, mein Zimmer streichen und irgendwie glücklich sein.
ügend Frühlingskräfte aufzusaugen und mein Eigen zu nennen. Habe gedacht, dass mich die neugewonnene freie Zeit inspiriert und nicht müde macht. Habe gedacht, dass mein Imunsystem stabil genug ist und nicht schlapp macht. Habe gedacht, dass ich motiviert werde. Habe gedacht, dass ich voller Energie über die grünen Wiesen springe, egal ob bei Sonne oder Regen. Habe gedacht, dass ich den Frühling in vollen Zügen genießen werde. Habe gedacht, dass ich alles schaffen werde, was ich mir vorgenommen habe.
Ich habe lange nicht mehr so eine schlechte Filmumsetzung eines Buches gesehen. Nun, der Film an sich ist sehr gut gemacht, das muss ich zugeben – aber nicht, wenn man das Buch kennt. Ich habe Otfried Preußlers „Krabat“ vor einiger Zeit gelesen, kurz bevor der Film in die deutschen Kinos kam. Nun ist der Film auf DVD erschienen und ich habe es gewagt, mir den Film endlich anzusehen. Hätte ich nicht tun sollen. Ich war sehr enttäuscht, dass man die Geschichte des Jungen in der Schwarzen Mühle so stark verfälschen kann. So viele Fehler, so viel Wichtiges, was weggelassen wurde, so viel Unwichtiges, was zu sehr ausgedehnt wurde. Mir ist bewusst, dass man in einen Film nicht alles, was im Buch vorkommt, hineinbringen kann – aber muss man Fakten rauslassen, die für die eigentliche Geschichte von Bedeutung sind? Es sind zwar nur Kleinigkeiten, doch somit sind sie nicht gleich Nichtigkeiten.